Unsere Empfehlungen für Ihr Vorstellungsgespräch

Gratulation wenn Sie es schon bis zum Vorstellungsgespräch geschafft haben! Damit sollte die schwierigste Hürde eigentlich geschafft sein, denn offenbar hat Ihre Bewerbung überzeugt und Eindruck hinterlassen.

Dennoch ist das erst die halbe Miete, denn nun müssen Sie durch Ihr persönliches Auftreten im Vorstellungsgespräch punkten. Bei vielen Bewerbern geht an dieser Stelle die Aufregung erst los aber keine Sorge, wir haben für Sie einige wichtige Informationen zusammengestellt die Ihnen helfen sollen das Bewerbungsgespräch so gut wie möglich zu meistern.

Die ersten Minuten des Vorstellungsgesprächs entscheiden häufig schon darüber ob Sie zum Unternehmen passen könnten oder nicht. Ob wir jemanden vertrauen oder sympathisch finden ergibt sich übrigens schon in etwa während der ersten 20 Sekunden, wie eine kalifornische Studie herausfand.

Natürlich wird Ihr Gegenüber keine Vorurteile oder Ähnliches mit in seinen Beruf nehmen, trotzdem sollten Sie besonders auf Ihren ersten Eindruck achten. Ein falsches Wort oder das falsche Auftreten und schon könnte Ihre Bewerbung scheitern. Der sogenannte Horn-Effekt sorgt dafür, dass ab da an ein Wahrnehmungsfehler entsteht und negative Gedanken positive Eigenschaften überdecken. Damit Sie nicht in so eine missliche Lage geraten fangen wir zunächst mit der Vorbereitung an.

Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch und Ablauf

 

Sicherlich hat jeder bei einem Vorstellungsgespräch schon einmal Stress gefühlt. Man soll sich von seiner besten Seite zeigen, das Intelligenteste sagen was einem einfällt, motiviert sowie engagiert sein um unbedingt diese Stelle zu bekommen. So eine Prüfungssituation kann ganz bestimmt stressig sein, jedoch können Sie sich darauf einstellen und vielleicht nicht die Nervosität aber dafür ein paar Fehler vermeiden.

Achten Sie konsequent darauf das Sie die Nervosität nicht weg reden um sich selbst abzulenken, sondern möglichst ruhig, gefasst und trotzdem sympathisch in den ersten Smalltalk kommen.

Die meisten Vorstellungsgespräche kann man fest kategorisieren, das heißt sie verlaufen höchstwahrscheinlich in einem klassischen Muster bestehend aus fünf Phasen:

 

  1. Begrüßung und kurzer Smalltalk:

Diese Phase nimmt in etwa bis zu fünf Minuten in Anspruch. Es geht ganz kurz im Wesentlichen darum, ob Sie gut hergefunden haben und Ähnliches. Wie schon weiter oben beschrieben können diese ersten Minuten entscheidend dafür sein ob man jemanden vertraut und derjenige sympathisch wirkt.

– Versuchen Sie so gelassen und ruhig und gelassen wie möglich zu sein.

– Warten Sie bei der Begrüßung bis Ihnen die Hand gereicht wird.

– Achten Sie dabei auf einen festen, kurzen Händedruck und stellen Sie sich namentlich vor. Dazu in die Augen sehen und freundlich lächeln.

– Selbstbewusstes Auftreten ist gut, jedoch nicht überzogen. Selbstsicherheit kommt immer souverän an, Selbstinszenierung mögen die meisten allerdings nicht.

 

  1. Das Kennenlernen

Der Chef oder die Personalverantwortlichen möchten Sie an dieser Stelle nun genauer kennen lernen. Jetzt bekommt der Bewerber also die Chance etwas genauer über sich zu berichten.

Gehen Sie davon aus, dass die am Tisch Anwesenden Ihre Bewerbung und auch Ihren Lebenslauf gelesen haben. Deshalb sollten vermeiden zu wiederholen was darin steht, sondern entweder genauere Details darüber zu berichten oder durch andere relevante Qualifikationen für die angestrebte Position zu überzeugen.

Es geht in dieser Phase auch um Ihre Persönlichkeit und für die Unternehmensseite darum herauszufinden, ob Sie sich für die Firma eignen. Achten Sie deshalb auch auf Ihre Wortwahl und Körpersprache.

 

  1. Präsentation des Unternehmens

Nach der Vorstellung Ihres Werdegangs und Qualifikationen berichtet nun der zukünftige Arbeitsgeber über das Unternehmen und die zu besetzende Stelle. Das bedeutet das Sie genauere Informationen über den Betrieb, die Arbeit dort und Anforderungen für Ihre Position erhalten. Sollten Sie feststellen das Sie einige der genannten Informationen schon kennen, schalten Sie in dieser Phase auf keinen Fall kurzfristig ab. Wenn hier zu der einen oder anderen Sache von Ihnen aus mal eine Frage gestellt wird, zeugt das von Interesse und Aufmerksamkeit. Vermieden werden sollte es allerdings Ihr Gegenüber zu unterbrechen.

 

  1. Zeit für Rückfragen

Nachdem das Unternehmen sich nun vorgestellt hat, werden in der Regel noch einige Minuten Zeit für eventuelle Fragen eingeräumt. Sie merken das diese Zeit angebrochen ist, wenn Ihr Gesprächspartner eine Frage wie: „Haben Sie noch weitere Fragen?“ stellt. An dieser Stelle antworten Sie optimalerweise mit: „Ja!“. Auch hier beweisen Sie damit wirklich begründetes Interesse am Unternehmen. Ihre Frage kann sich an dieser Stelle um jegliches Thema drehen welches Sie noch interessiert, vermieden werden sollten allerdings kritische Fragen die von Geld oder Urlaub handeln.

 

  1. Abschluss des Vorstellungsgesprächs

Wenn alle weiteren Fragen geklärt sind ist das Vorstellungsgespräch normalerweise nun beendet. Verabschieden Sie sich genauso souverän und sympathisch wie zur Begrüßung und vergessen Sie nicht sich noch zu erkundigen wann Sie mit einer Antwort rechnen können und worüber der Kontakt erfolgt.

Schon gewusst?

25%

... der deutschen haben schon mehr als 40 Bewerbungen verschickt.

41%

... der Personalchefs bevorzugen eine Online Bewerbung.

20.550

... unversorgte Bewerber gab es im Jahr 2015 / 2016.

Körpersprache im Vorstellungsgespräch

 

Unser Körper redet, selbst wenn wir schweigen. Wer sich unwohl fühlt, strahlt das auch aus und wird dadurch vielleicht im Vorstellungsgespräch scheitern. Auch wenn viele Bewerber denken es wäre doch normal sich beim Vorstellungsgespräch unwohl zu fühlen und nervös zu sein, kann das leicht falsch verstanden werden und nicht selten der Grund für eine Absage. Wenn man nicht gleich zu Anfang des Gesprächs kurz anspricht das man etwas nervös ist und so Zweifel aus dem Weg räumt, kann Ihr Gegenüber nur schwer unterscheiden wodurch Ihre zweifelhafte Körpersprache zustande kommt.

Häufige Fehler der Körpersprache:

 

– Zu wenig Blickkontakt

– Kein Lächeln

– Schlaffe Körperhaltung/Händedruck

– Herumzappeln

– Verschränkte Arme/ablehnende Haltung

– Im Gesicht oder mit den Haaren rumspielen

– Wildes Gestikulieren

 

Was Sie außerdem noch beachten sollten ist, dass Ihre Vorstellung schon beim Betreten des Firmengeländes beginnt. Einige Chefs und Personaler nehmen die Auswahl von Mitarbeitern sehr ernst, sodass sie beispielsweise beim Empfang nachfragen welchen Eindruck der Bewerber dort gemacht hat. Geben Sie also acht darauf, zu jedem den Sie begegnen freundlich und nett zu sein.

Angemessene Kleidung im Vorstellungsgespräch

 

Zwar kann man pauschal nicht sagen was die richtige oder falsche Kleidung für Ihr Vorstellungsgespräch ist da das von einigen Faktoren abhängt, aber es gibt dennoch ein paar Grundregeln an denen Sie sich orientieren können.

Selbstverständlich sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kleidung sauber und gepflegt ist. Hinzu kommt das Outfit der Branche anzupassen in der Sie sich bewerben. Es kommt nämlich leicht die Vermutung auf, dass wer sich unangemessen oder unangepasst kleidet sich auch im Betrieb so verhält.

Wie bei der Körpersprache bereits beschrieben ist es allerdings ebenso wichtig das Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen und deshalb sollte Ihre Kleidung auch in etwa zu Ihnen passen. Vermeiden sollten Sie wiederum, über Ihr Outfit die eigene Individualität oder Persönlichkeit zu definieren. In den meisten Fällen wird der Bewerber ja in ein bestehendes Team aufgenommen, was bedeutet das man sich hier auch integrieren können müsste – wenigstens bis zu einer gewissen Stufe.

Am Empfehlenswertesten ist es deshalb, eine gute Mischung aus eigenem Stil und Anforderungen des Unternehmens zu finden. Beide Parteien sollten optimalerweise zufrieden sein.

Wenn Sie sich nun an unsere Tipps zum Vorstellungsgespräch halten und Sie ein wenig verinnerlicht haben steht einem positiven Ablauf nichts mehr im Wege. An dieser Stelle wünschen wir Ihnen viel Erfolg!