Grundsätzliches zur Bewerbungsmappe

Die Bewerbungsmappe rundet das Gesamtbild einer Bewerbung erst ab. Sie ist bei einer schriftlichen Bewerbung kaum wegzudenken und verleiht dem ganzen Erscheinungsbild einer Bewerbung erst den finalen Touch, wenn das das Design der Bewerbungsmappe passend gewählt ist. Die Bewerbungsmappe trägt maßgeblich zum ersten Eindruck bei und wertet die Bewerbung noch einmal auf.

Das bedeutet das Sie allein mit der Bewerbungsmappe vielleicht schon einen guten ersten Eindruck machen können bevor sie überhaupt geöffnet wird. Die Wirkung sollte man nicht vernachlässigen denn es gilt auch – für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Arten von Bewerbungsmappen

Generell stehen 4 verschiedene Mappenarten zur Auswahl, für welche man sich entscheiden sollte kommt auch auf die angestrebte Stelle an. 3 davon sind klassische Bewerbungsmappen, wie sie jeder schon einmal gesehen hat.

 

Klemmhefter aus Karton oder Kunststoff

Diese Version kennt eigentlich jeder der schon mal eine Bewerbungsmappe in der Hand hatte. Eine einfache Mappe zum Aufschlagen mit zwei sichtbaren Inhalten.

Pro:

  • Einfache Handhabung, Inhalt kann leicht entnommen werden – darum beliebt bei   Personalverantwortlichen.
  • Falls die Mappe aus durchsichtigem Kunststoff besteht, kann ein schneller erster Eindruck gewonnen werden.
  • Diese Mappe hat einen geringen Kostenpunkt.

 

Kontra:

  • Unpraktische Klemmen behindern schnell das umblättern.
  • Diese Mappe nutzen viele, daher sieht sie leider oft günstig und nach Massenbewerbung aus.
  • Wenn die Klammer zu breit ist, kann auf der linken Seite die Schrift nicht mehr gelesen werden.
  • Oft muss bei dieser Bewerbung der Inhalt entnommen werden um die Bewerbung richtig lesen zu können.

 

Dreiteilige Bewerbungsmappe

Diese Bewerbungsmappe ist etwas außergewöhnlicher da sie dreifach aufschlagbar ist. Sie wird nicht so oft genutzt wie ein normaler Klemmhefter.

Pro:

  • Sie gibt beim Aufschlagen der Mappe einen sehr guten Überblick auf drei Seiten Inhalt.
  • Machen einen hochwertigeren Eindruck und haben wahlweise auf der ersten Seite einen angemessenen Platz für ein Deckblatt.

 

Kontra:

  • Diese Mappe kann etwas zu anspruchsvoll wirken, wenn die angestrebte Position nicht dazu passt.
  • Im Vergleich zum normalen Klemmhefter ist diese Bewerbungsmappe etwas teurer.
  • Ist durch das dreifache aufklappen etwas unhandlicher.

 

Zweiteilige Bewerbungsmappe mit Sichtfenster

Ist im Prinzip wie der erste Klemmhefter nur mit einem Sichtfenster auf dem Cover, wo das Bewerbungsfoto hineinplatziert werden kann.

Pro:

  • Durch das Sichtfenster bekommt der Leser einen schnellen ersten Eindruck.
  • Ebenfalls hat so eine Bewerbungsmappe dadurch einen hohen Wiedererkennungswert, da sie sich von klassische Mappen abhebt.
  • Sie ist weniger unhandlich als eine dreiteilige Form.
  • Anschreiben und Lebenslauf lassen sich beim aufklappen nebeneinander lesen.

 

Kontra:

  • Kann auf einige Personen aufdringlich wirken.
  • Ist für “einfache und klassische“ vermutlich etwas zu ausgefallen.

 

Die Sonderform einer Mappe: Quadratisch – üblicherweise aus Karton

Sehr seltene Form einer Bewerbungsmappe die aber sehr hohe Aufmerksamkeit erregen kann.

Pro:

  • Sehr gut geeignet für kreative Branchen und Berufe.
  • Sie sticht wegen der ungewöhnlichen Form aus anderen Bewerbungen heraus.
  • Macht neugierig auf den Inhalt und wird deshalb oft genauer gelesen, da auch die Informationen entsprechend etwas anders angeordnet sind.

 

Kontra:

  • Das Papier muss dasselbe Format wie die Bewerbungsmappe haben, dadurch höherer Aufwand.
  • Anhänge passen im A4 Format nicht in die Mappe und müssen skaliert, angepasst und eingefügt werden.
  • Für einige Inhalte müssen eventuell neue Plätze gefunden werden.

Aufbau der Unterlagen in der Bewerbungsmappe

Die nachfolgende Anordnung sollte im Normalfall eingehalten werden:

 

  1. Anschreiben: Das Anschreiben sollte immer als Hauptpunkt und persönlicher Kontakt im Mittelpunkt stehen und deshalb als Erstes verfügbar sein. Die andere Möglichkeit ist, das Deckblatt als erste Seite zu verwenden um eine schöne Aufmachung zu bieten.
  2. Deckblatt: Das Deckblatt ist zwar nicht zwingend erforderlich, kann jedoch eine schöne, abrundende Wirkung haben.
  3. Lebenslauf: Der Lebenslauf folgt eher zum Ende der Bewerbung hin, wenn es langsam formaler wird. Hier wird üblicherweise das Bewerbungsfoto miteingefügt.
  4. Anlagen: Am Ende der Bewerbung folgen sämtliche Anlagen welche aus Zeugnissen, Arbeitszeugnisse, Zertifikate und Fortbildungsnachweisen bestehen können.

Schon gewusst?

25%

... der deutschen haben schon mehr als 40 Bewerbungen verschickt.

41%

... der Personalchefs bevorzugen eine Online Bewerbung.

20.550

... unversorgte Bewerber gab es im Jahr 2015 / 2016.

Deckblatt Vorlagen und Muster – Tipps und Tricks

Wie oben schon erwähnt befindet sich das Deckblatt je nach Bewerbungsmappe und Sichtfenster als erste oder zweite Seite in der Bewerbungsmappe. Es ist nicht unbedingt notwendig, sondern gilt bei Bedarf als freiwilliger Zusatz.

Was muss auf einem Deckblatt enthalten sein?

Was auf ein Deckblatt gehört entscheidet sich letztendlich auch danach worauf und wo Sie sich bewerben möchten. Was auf jeden Fall auf diese Seite gehört, ist die Stellenbezeichnung. Das erleichtert vor allem bei größeren Betrieben mit mehreren Stellenausschreibungen zunächst schon einmal die Zuordnung.

Sollten Sie keine genaue Tätigkeit anstreben, kann wie im Falle einer Initiativbewerbung oder eines Praktikumsplatzes auch ein erweiterter Tätigkeitsbereich genannt werden für den Sie Interesse haben. Weiterhin sollte der Name des Unternehmens hier auch erwähnt werden. Das signalisiert von Anfang an einen persönlicheren Bezug zu dem Unternehmen und kann so schon nicht mehr als Massen- oder Standardbewerbung gesehen werden.

Das dritte Element welches auf dem Deckblatt enthalten sein sollte, sind Ihre Kontaktdaten. Also Ihr Vor- und Nachname, Ihre komplette Anschrift bestehend aus Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort sowie Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Wahlweise besteht noch die Möglichkeit dem Deckblatt Ihr Bewerbungsfoto hinzuzufügen. Dies ist zwar keine Pflicht aber dort lässt es sich zusätzlich relativ gut unterbringen und es lockert das Deckblatt etwas auf. Diese Option wird von den meisten Bewerbern deshalb auch genutzt. Wenn Sie Ihrer Bewerbung eine noch eigenständigere Note verleihen möchten könnte in Erwägung gezogen werden das Deckblatt noch weiter aufwertend mit einem passenden Zitat zu versehen. Dieses sollte aber wenigstens im weitesten Sinne gut auf Sie und die angestrebte Stelle funktionieren und Ihre Intention unterstreichen.

Aufbau und Design eines Deckblatts

Da ein Deckblatt eigentlich immer ein freiwilliger Zusatz ist, können Sie sich hier im Gegensatz zu den anderen Inhalten einer Bewerbung ziemlich frei entfalten. Das Deckblatt soll deshalb nicht an sich überzeugen, sondern den Gesamteindruck abrunden und lediglich gestalterisch einen Bonus liefern. In unseren Deckblatt-Vorlagen können Sie sich davon gerne einen Eindruck machen.

Unterschätzen sollte man das Deckblatt dennoch nicht, denn Anhand der Farbwahl, dem Design und dem Aufbau kann schon ein sehr guter Überblick darüber gewonnen werden wie es mit der Kreativität und der Motivation eines Bewerbers aussieht. Einige Rückschlüsse lassen sich also auch durch das Deckblatt ziehen. Zum Beispiel auch, wie die eigene Selbstwahrnehmung des Bewerbers ist.

Das bedeutet in der Regel das man ein ausgewogenes Deckblatt erstellen sollte, welches nicht unnötig ist, aber auch nicht zu dick aufträgt. Wem diese gestalterische Gleichmäßigkeit schwerfällt, sollte darüber nachdenken das Deckblatt lieber wegzulassen anstatt Minuspunkte zu sammeln.

Vor- und Nachteile eines Deckblatts

Vorteile

– Sie erregen höhere Aufmerksamkeit. Ein gut gestaltetes Deckblatt gibt Ihnen die Möglichkeit sich in aller Kürze einmal zu präsentieren und einen guten Eindruck zu übermitteln. Hier haben Sie die Möglichkeit sich von Mitbewerbern abzuheben.

– Sie geben eine einfache Übersicht. Der Leser erfährt sofort worum es geht sowie Ihre wichtigsten Informationen und Kontaktdaten. Dies ist wiederum ein Mehrwert wodurch in dem Unternehmen Zeit gespart werden kann.

– Strukturierter Eindruck. Wenn Ihr Deckblatt optisch auch gut auf die anderen Inhalte der Bewerbung angepasst ist, verleihen Sie ihr ein professionelles Erscheinungsbild das durchdacht wirkt.

– Sie können Inhalte besser aufteilen. Was Sie bereits auf dem Deckblatt erwähnen, muss nicht mehr zwangsläufig im Lebenslauf erscheinen. Auf diese Weise ist die Möglichkeit gegeben sich im Lebenslauf eher um Ihre bisherigen beruflichen Stationen und Erfolge zu kümmern.

 

Nachteile

– Für einige Stellenausschreibungen kann ein Deckblatt zu viel des Guten sein. Sollten Sie bisher z.B. als Berufseinsteiger eher weniger Berufserfahrung gesammelt haben passen Ihre Informationen sicher auch noch mit in den Lebenslauf. Man sollte abwägen ob ein Lebenslauf individuell einen Mehrwert für den Leser bietet.

– Ein Deckblatt kann zudem überflüssig sein, wenn die Bewerbung an sich schon eine gute Struktur hat und eher kompakt gehalten ist. Ein Deckblatt wird dann unter Umständen zu einem unnötigen Inhalt.

– Ein großes Bewerbungsfoto von Ihnen kann auf dem Deckblatt ebenfalls gegen Sie verwendet werden. Wenn dem Leser nicht “gefällt“ was er sieht, kann sich manchmal voreilig eine Antipathie entwickeln. Auch Personalverantwortliche sind Menschen, die oft gleichzeitig darauf achten ob der Bewerber Ihrer Meinung nach zum Unternehmen passt.

– Gefahr von doppelten Informationen auf dem Deckblatt. Falls Sie sich für ein Deckblatt entscheiden sollten Sie darauf achten keine Information doppelt zu nennen. Denn das wäre überflüssig und nervig für den Leser.