Tipps und Tricks zum Bewerbungsfoto

Man hört über das richtige Bewerbungsfoto oft viele verschiedene Theorien. Ein Bild sagt zwar auch viel aus, dennoch ist das für einen persönlich im Prinzip gar nicht so schwer ein gutes Foto zu erhalten. Das einzige was hierfür beachtet werden sollte sind einige Grundregeln und das Wissen, was man beim zukünftigen Arbeitgeber ausstrahlen möchte.

Seitdem das Antidiskriminierungsgesetz im Jahr 2006 erlassen wurde ist ein Bewerbungsfoto zwar kein Pflichtbestandteil der Bewerbung mehr aber trotzdem sollten Sie ein geeignetes Bild beifügen. Etwa 80 % der Personaler nehmen lieber eine Bewerbung mit Foto entgegen. Damit sollten Sie idealerweise dann einen passenden Eindruck zur angestrebten Position erwecken und somit indirekt signalisieren, dass Sie die richtige Person für die Tätigkeit sind. Wer sich also auf die angestrebte Stelle einstellt hat unter Umständen deutlich bessere Chancen. Das soll auf gar keinen Fall heißen in eine Verkleidung schlüpfen zu müssen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein „stimmiges Gesamtbild“ zu finden.

Dabei sind die meisten Fotos gar nicht so schlecht, allerdings kann oft noch mehr auf Feinheiten und Details geachtet werden. Da diese aber manchmal gar nicht so einfach zu finden sind, nimmt man sie selbst oft gar nicht so wahr wie man sollte und wenn, meist nur unterschwellig. Gerade Kleinigkeiten haben jedoch oft eine große Wirkung. Stellen Sie sich nur mal vor was ein dezentes Lächeln ausdrückt anstatt eines ernsten Gesichtsausdrucks, das Foto wirkt sofort sympathischer und das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Sie.

Wo befindet sich das Bewerbungsfoto?

 

Wo das Bewerbungsfoto hin kommt ist eine wichtige und häufig gestellte Frage. Wenn Sie für Ihre Bewerbung ein Deckblatt verwenden, dann kann es zusätzlich dort am Anfang platziert werden, ansonsten ist es in aller Regel im Lebenslauf oben rechts zu finden. Das soll heißen das in einem Bewerbungsanschreiben ein Foto eher nicht platziert wird.

Wenn ein Bewerbungsanschreiben doch mal ein Foto enthält, dann liegt das meistens an einem individuellen, sehr kreativen Bewerbungsdesign. In so einem Anschreiben wäre es in der Kopfzeile zu finden und dies ist der einzige Weg durch den überhaupt ein Foto dort herein gelangen kann.

Schon gewusst?

25%

... der deutschen haben schon mehr als 40 Bewerbungen verschickt.

41%

... der Personalchefs bevorzugen eine Online Bewerbung.

20.550

... unversorgte Bewerber gab es im Jahr 2015 / 2016.

Professionelles Bewerbungsfoto oder selber machen?

 

Solange Sie selbst nicht professioneller Fotograf sind oder so jemanden in der Familie oder im Bekanntenkreis haben, sollten Sie auf den Profi setzen. Es gibt in nahezu jeder Stadt Fotografen die auch Bewerbungsfotos anbieten und sich gut mit den Kniffen und Tricks auskennen. Außerdem können Sie bei diesem auch angeben um welche Stelle es sich handelt und welches Erscheinungsbild dafür angemessen wäre. Sicher hat der Fotograf auch Beispielbilder die er Ihnen zeigen kann um einmal abzuwägen oder auswählen in welche Richtung das Bewerbungsfoto gehen könnte.

Vermeiden Sie es unbedingt einen Fotoautomaten aufzusuchen. Das fällt auf und hinterlässt keinen guten Eindruck, sondern eher einen Nachlässigen. Professionelle Fotos beim Fotografen gibt es ab etwa 20€ und diese sind dort auch gut angelegt um Sie optimal in Szene zu setzen.

Wie aktuell sollte das Bewerbungsfoto sein?

 

Die Aktualität Ihres Bewerbungsfotos ist schon wichtig, wenigstens so dass Sie beim Vorstellungsgespräch wiederzuerkennen wären ansonsten herrscht vermutlich erst einmal Verwirrung. Ein mehrere Jahre altes Foto ist keine gute Idee. Als Faustregel wird gesagt, dass das optimale Bewerbungsfoto höchstens ein Jahr alt sein sollte. Ein veraltetes Foto könnte ebenfalls darauf schließen lassen das andere Bewerbungsunterlagen auch nicht mehr Aktuell sein könnten.

Die richtige Kleidung auf dem Bewerbungsfoto

 

Wenn es um geeignete Kleidung auf dem Bewerbungsfoto geht sollten Sie sich die Frage stellen ob das Outfit in etwa zur angestrebten Position passt. Wenn Sie sich also in einer Bank bewerben wollen sollte Ihre Kleidung schon etwas gehobener und ähnlich zum Banker aussehen. Sie können sich auch einmal umhören oder im Internet umschauen ob Sie Bilder von Mitarbeitern finden um versuchen herauszufinden welcher Kleidungsstil dort herrscht.

Für Frauen gilt im Besonderen das zu tiefe Dekolletees und schulterfreie Kleidung sind generell eher nachteilig. Studien haben sogar ergeben das bei Frauen ein etwas männlicheres Erscheinungsbild besser ankommt. So wirkt zum Beispiel ein dunklerer Anzug vor allem auf weibliche Personaler besser als helle, offene Kleidung. Die Wirkung ist seriöser und durchsetzungsstärker.

 

Für Frauen gilt:

– Tragen Sie außerdem nicht zu viel Schmuck, weniger ist oft mehr wirkt dezent aber dennoch schön.

– Beim Make-Up gilt im Prinzip dasselbe. Verwenden Sie natürliche Farben und vermeiden Sie knalliges Rot und andere sehr auffällige Farben. Greifen Sie am besten zunächst auf nicht zu aufdringliche Farben wie Apricot-Töne zurück.

 

Für Männer gilt:

– Tragen Sie auf Ihrem Bewerbungsfoto keinen Schmuck.

– Für Männer empfehlen wir außerdem ein helles Hemd das zu Ihrem Äußeren passt, ohne dass es zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Von einem großartigen Muster auf dem Hemd raten wir ab. Etwas Schlichtes wirkt oft erstmal besser und lenkt nicht zu sehr von Ihrem Gesicht ab.

– Für ältere Herren empfehlen wir hingegen eher dunklere Kleidung wie etwa dunkle Blau- oder Grautöne, diese wirken hier oft seriöser.

– Eine dezente, farblich abgestimmte Krawatte passt dazu sehr gut und setzt leichte Akzente.

Körperhaltung und Mimik auf dem Bewerbungsfoto

 

Bei der Körperhaltung sollten Sie möglichst natürlich an die Sache herangehen. Versuchen Sie nicht verkrampft zu sein, denn so wirken Sie auch auf Ihrem Foto. Denken Sie daran, dass das Bewerbungsfoto nicht wie ein Passbild aussehen darf. Bleiben Sie entspannt und sympathisch. Etwas dynamischer können Sie auch mit einem kleinen Trick aussehen: Drehen Sie Ihren Körper etwas zur Seite oder versuchen Sie eine leichte Neigung.
Kleine Dehn- oder Lockerungsübungen können vor dem Fototermin helfen Nervosität und Unruhe abzubauen. Diese helfen unverkrampft auszusehen und natürlicher zu wirken. Probieren Sie es einfach mal aus!

Bei der Ausstrahlung und Mimik müssen Sie sich voraus vielleicht ein wenig trainieren oder wenigstens überlegen was Sie am besten mit Ihrem Gesichtsausdruck aussagen möchten. Mindestens Motivation und Sympathie sollten erkennbar sein, so dass das Bild sagt: „Die bin die richtige Unterstützung für Ihr Unternehmen!“
Die Augen sollten geradeaus schauen und Sie können der Sympathie wegen ein leichtes aber natürliches Lächeln aufsetzen, so etwas kommt in aller Regel gut an.

Denken Sie also immer daran, diese grundlegenden Dinge einzuhalten und nicht nur aus Ihrer Bewerbung, sondern auch aus dem Bewerbungsfoto das Beste herauszuholen. So kann die Bewerbung dann als Gesamtpaket mit gutem Gewissen abgegeben werden.